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Burger ohne Ham?

Warum die vegane Alternative aus Rheinsberg mehr als nur Grünzeug ist

Brandenburg will Fleisch – vor allem auf dem Teller. Im Durchschnitt landet die Menge von fünf Schnitzeln pro Woche auf dem Teller. Aber für manch einen ist Fleisch eben doch nicht sein Gemüse. In Rheinsberg am Grienericksee liegt er – der Genusstempel für Pflanzenjünger. Allerdings kann unser mürrischer Angler aufatmen. In „Grünzeug’s Veggie Bar“ werden nicht nur Burgerpatties aus Erbsenpüree aufgetischt. Es gibt eine wunderbare Vielfalt des amerikanischen Fastfood-Klassikers, die durchweg das Prädikat tierfrei trägt.

Rheinbergs Veggievisionär 

Burger ohne Bulette? Das klingt wie Bonny ohne Clyde. Doch Koch Hannes Gautzsch schreibt der fleischlichen Liebesgeschichte jeden Tag ein alternatives Ende. Erst aus seinem Auto heraus, dann mit einem Food-Truck durch die Republik rollend, versuchte er jahrelang die frohe Veggiebotschaft zu verkünden. Nach den mobilen Verkäufen ließ sich Gautzsch direkt am Rheinsberger Schloss in einem Gebäude nieder, das sich in Familienbesitz befindet. 2017 gründete er das Lokal „Grünzeug’s Veggie Bar“. Schlicht eingerichtet, ist es der perfekte Mix aus Innovation und Tradition – das spiegelt sich auch auf den Tellern wider. 

Die Gäste machen eine kulinarische Weltreise – vom Tschechien-Burger mit frittiertem Emmentaler und Preiselbeersauce bis hin zum „Marc Mc Tight“ mit Falafel-Pattie und Erdnusssauce. Und das zu Preisen, wie sie im bodenständigen Brandenburg angemessen sind. Mehr als zehn Euro wird der Durchschnittsgast nicht los. 

Foto: www.pexels.com

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Transparent. Authentisch. Nachhaltig.

Wäre das „Grünzeug“ ein literarisches Werk – es wäre ein offenes Buch. Um seinen Kunden Transparenz zu gewährleisten, lässt sich der Meister in seiner offenen Küche beim Gemüseschnibbeln auf die Finger gucken. 

Aber auch Authentizität ist Gautzsch wichtig: Seine Burger sind alle „made in Brandenburg“. Das Gemüse stammt aus Großwoltersdorf und Kyritz und wird selbst geerntet. Mehr Lokalpatriotismus geht nicht.  

Serviert wird im „Grünzeug“ hauptsächlich Fingerfood. Neben den Burger-Kreationen bekommen die Gäste auch den wöchentlichen Vöner (vegetarischer Döner) ohne Teller in die Hand. Pommes manövriert man mit einem Holzspieß in den Mund, nachdem man sie in den biologisch abbaubaren Ketchup-Becher getaucht hat. Was urzeitlich klingt, ist zukunftsweisend: Auf diese Weise sind in diesem Veggierestaurant 95 Prozent der benutzten Ressourcen natürlichen Ursprungs – und das bei 100-prozentiger Geschmacksgarantie. 

Foto: www.pexels.com

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